Die Sporthalle Aue in Baden ist nicht nur malerisch an der Limmat gelegen, die Halle lässt sich auch von innen sehen. Die Holzbänke versprühen Retro-Charme, als Zuschauer sitzt man hautnah am Spielfeld. Kein Wunder, betätigte sich manch Olympique-Akteur im Vorfeld der Partie als Hobby-Fotograph, um das einmalige Ambiente festzuhalten.
Vielleicht lag es auch daran, dass Olympique den Start in die Partie verschlief. Die Taktik war eigentlich klar, mit der Umsetzung haperte es jedoch. Und dann wurde man mal um mal ausgekontert, nach acht Minuten stand es 0:2, zur Pause 1:3. Nicht gut.
Anders als in der Vorwoche, als das Spiel von Anfang an für Olympique gelaufen war, galt es dieses Mal also gewisse Widerstände zu überwinden und einen Rückstand zu drehen. Dies sollte gelingen. Zwanzig Sekunden nach Wiederanpfiff gelang der Anschlusstreffer, in der 24. der Ausgleich und in der 26. Minute die erstmalige Führung. Mal um mal kombinierte sich OB über die Aussenbahnen vors Tor, wo ein eigener oder ein gegnerischer Spieler entscheidend ablenkte. Auch vom zwischenzeitlichen 4:4-Ausgleich liess man sich nicht beirren, nur eine Minute später lag man bereits wieder in Front. Und diesen Vorsprung liess man sich nun nicht mehr nehmen. Obwohl man in der zweiten Halbzeit schon nach vier Minuten vier Teamfouls begangen hatte, kam man letztlich mit zwei gegnerischen Zehnmetern, die beide vergeben wurden, relativ glimpflich davon. Und die Story des Tages schrieb dann Thijs van Erdewijk. 30 Sekunden vor Schluss kam er zu seinem ersten Saisoneinsatz, fünf Sekunden später drückte er den Ball am zweiten Pfosten mit seiner ersten Ballberührung zum 4:7-Endstand über die Linie. Es gibt so Tage, da läuft es einfach...
OB: Paulo Ortolan; Tunc Polat, Camiel Kroonen, Hendrik Rozema, Patrick Hunziker; Keita Püschel, Roberto Trullols, Sascha Winter, Joao Barros, Sokrates Michalis, Thijs van Erdewijk.
Tore: Patrick Hunziker (2), Eigentore (2), Keita Püschel, Roberto Trullols, Thijs van Erdewijk.