21. Februar 2026Cupfinal: Jester 04 Baden - Olympique Basel 6:0 (3:0)

Die Favoritenrolle ist klar verteilt, wenn man bedenkt, dass Baden in dieser Saison alle Spiele gewonnen und Olympique alle verloren hat. Aber es ist Cup und der Cup hat eigene Gesetze, zumindest hat Olympique dort auf dem Weg in den Final dreimal gewonnen. Und es ist nur ein Spiel und in einem Spiel kann alles passieren. Die Erinnerung an den letzten Vergleich in Basel am 14. Dezember macht jedenfalls Mut, denn OB unterlag damals nur mit 1:2. Gegen den spielstarken Gegner scheinen vor allem zwei Taktiken erfolgsversprechend: entweder hoch angreifen, um Cinzia Zehnder, Lesley Ramseier und co. gar nicht ins Spiel kommen zu lassen; oder sehr tief verteidigen, um Schüsse aus der Distanz zu erzwingen und sich dabei auf die eigene Disziplin und Rückhalt Daniela Plüss im Tor zu verlassen. Dass der Plan zu Beginn nicht fruchtet, liegt einerseits am sehr entschlossenen Auftreten von Baden, das seinerseits hoch angreift und Basel in den ersten Minuten kaum über die Mittellinie lässt, andrerseits aber auch daran, dass es das Spielglück zu Beginn nicht eben gut meint mit Olympique. So finden zwei eher harmlose Abschlüsse aus relativ spitzem Winkel den Weg ins Tor, während OB nach einem Konter eine sehr gute Ausgleichschance liegenlässt. Zwar gleicht sich das Geschehen in der Mitte der ersten Halbzeit etwas aus, gleichwohl ist die 3:0-Pausenführung von Jester keineswegs gestohlen. Auch der Start in die zweite Halbzeit misslingt und Baden kommt früh zu zwei weiteren Treffern. Die Hoffnungen auf eine Wende lösen sich damit in Luft auf, was Olympique jedoch nicht davon abhält, sich weiter tapfer zu wehren und den einen oder anderen Ehrentreffer anzustreben. Ein eigenes Tor mag jedoch nicht mehr gelingen, doch auch Jester stellt die Torproduktion irgendwann ein, sodass schliesslich ein 6:0 auf der Anzeigetafel erscheint. Die Stimmung auf Seiten der Baslerinnen ist darob nur kurz getrübt, es ist so ein Spiel, da setzt der Verarbeitungsprozess schon während den 40 Minuten ein und wenn man nach dem Schlusspfiff und erhaltener Medaille bei Familie und Freunden vorbeischaut, ist die Welt schon fast wieder in Ordnung. Und das wirklich wichtige Spiel steht ja noch bevor, nämlich der Abstiegsknüller gegen Mobulu am kommenden Samstag (15.00, Salle omnisport, Rue de Dardens 75, Bulle).