18. April 2026Second League: Futsal Golden Lions - Olympique Basel 7:7 (2:3, 5:6)

So ein Spiel, da hast du den Spielbericht schon auf der Hinfahrt im Kopf. Was hat Olympique vor? Färben sie sich die Haare blond, passend zu den weissen Shirts? Verstecken sie Kevin bis zur letzten Minute in der Kabine, um den Gegner zu verwirren? Und ist das wirklich Tunç, der sich da warm macht? Ja, er ist's! Zurück nach Verletzungspause, genau wie Alex und Camiel. Dafür fehlt Kevin, nicht um eine Forfait-Niederlage zu vermeiden, sondern weil er an einem gewöhnlichen Samstagnachmittag arbeiten muss. So ist das. Die Sonne scheint, die Sonnenbrille sitzt, die Teigwaren schmecken. Bevor es losgeht, macht Daddy noch einen kleinen Scherz, die Gruppe lacht, wir sind ready. Und wie! Startminute, Peter Skrinjar staubt ab, 1:0 für Basel. Im gleichen Stil geht es weiter: Camiel Kroonens Schuss landet an der Lattenunterkante, Asier Bandrés trifft doppelt, ein weiterer Treffer wird wegen einem angeblichen Foul aberkannt. Was ist denn hier los?! 3:0. Dann schlägt Lions zurück. Ein Einkick landet direkt im Tor. Der eine Schiedsrichter annulliert das Tor, der andere gibt es, Goalie Shevtsov habe den Ball noch leicht berührt. Die zweite Lesart setzt sich durch, Anschlusstreffer. Olympique verliert etwas den Fokus, dem Gegner werden einfache Fouls gewährt, dazu sammelt man gleich mehrere gelbe Karten. Dem Heimteam gelingt ein weiterer Treffer, dazu landet ein Schuss gleich an beiden Pfosten. Halbzeit, 3:2, alles offen. Nach dem Seitenwechsel folgt die beste Basler Phase. OB ist nun klar überlegen und geht folgerichtig 5:2 in Führung. Auch von einem Gegentreffer lässt man sich nicht lange beirren, Iannis Obiols verwertet einen Abpraller zum 6:3. Mitte zweiter Halbzeit riecht es nach Vorentscheidung, von Lions kommt wenig, Olympique scheint die Begegnung zu kontrollieren, ist näher an einem siebten Tor als Lions am Anschlusstreffer. Aber eben: Es ist Futsal und im Futsal kann es schnell gehen. Bei OB schleichen sich Unachtsamkeiten ein und Lions demonstriert seine Abschlussstärke, aus wenig machen sie viel. So steht es drei Minuten vor Schluss plötzlich 6:5, alles ist wieder ausgeglichen. Jetzt hat Lions wieder Vorteile, ein weiteres Tor wird aberkannt, die Schiedsrichter sind gefordert, Olympique rettet sich förmlich in die Verlängerung. Dort dreht Basel zunächst wieder auf, eine gute Gelegenheit wird ausgelassen. In den zweiten fünf Minuten dann ein Eckball für Lions, zurückgelegt, direkt abgezogen, flach in die Ecke, via Pfosten ins Tor. Den trifft er nicht jedes Mal so, ein Klassetor. OB bringt nun sogleich den fünften Feldspieler, es mag jedoch wenig gelingen, stattdessen führt ein Konter zum 6:7. Irgendein Typ mit blauem Auge gestikuliert etwas Richtung Olympique-Bank, niemand beachtet ihn. Vorbei ist es noch nicht, Tunç Polat gelingt in der Schlussminute das 7:7, tatsächlich wird es nochmals eng, aber es reicht nicht. Olympique scheidet aus.
